Johanniskraut Balsam – mit rotem Kaltmazerat aus Johanniskrautblüten
Ein Balsam, inspiriert von einer der geheimnisvollsten und kraftvollsten Heilpflanzen Europas – dem Johanniskraut (Hypericum perforatum), das seit über 2.000 Jahren Heilkunde, Mythologie und Volksmedizin verbindet.
Schon in der Antike nutzten Griechen und Römer Johanniskraut bei Brandwunden und Hautentzündungen. Im ältesten erhaltenen Buch der mittelalterlichen Klostermedizin, dem Lorscher Arzneibuch aus dem Jahr 795, wird die Pflanze erstmals schriftlich erwähnt. Im Mittelalter trug sie Volksnamen wie Wundkraut, Jesuswundenkraut, Hergottsblut, Teufelsflucht und Fuga daemonum – Flucht der Dämonen – denn man glaubte, sein Licht vertreibe das Böse. Paracelsus, der große Arzt und Naturforscher, widmete dem Johanniskraut ein eigenes Kapitel in seinen Schriften und war ein großer Anhänger dieser Heilpflanze. Die Germanen verehrten es als Lichtbringer und sammelten es zur Sommersonnwende – genau dann, wenn es in voller Blüte steht und seine Kraft am größten ist.
Das Geheimnis des Johanniskrauts liegt in seinen Blüten: Verreibt man sie zwischen den Fingern, färben sie sich tiefrot – ein sichtbares Zeichen für den Wirkstoff Hypericin, der sich in den Blütendrüsen sammelt. Dieses außergewöhnliche Pigment ist nur in den Blüten enthalten – weshalb ausschließlich sie für unser Kaltmazerat verwendet werden.
In unserer Manufaktur in Bromberg legen wir die frischen Johanniskrautblüten als Kaltmazerat in reines Olivenöl ein. Über Wochen nimmt das Öl die fettlöslichen Wirkstoffe der Blüten vollständig auf und färbt sich dabei charakteristisch tiefrot – das sogenannte rote Johanniskrautöl, ein Klassiker der europäischen Naturheilkunde. Mit Bienenwachs der Imkerei Senft aus Bromberg zu einem cremigen Balsam verarbeitet, entsteht ein Produkt, das die Kraft der Johanniskrautblüte direkt auf die Haut bringt – wundheilend, entzündungshemmend und tiefpflegend.
Für Haut, die Pflege und Heilung braucht – und für Menschen, die der Natur vertrauen.
Eigenschaften
- Handgefertigt in der Manufaktur Bromberg
- Kaltmazerat aus Johanniskrautblüten in Olivenöl – rotes Johanniskrautöl
- Mit Bienenwachs der Imkerei Senft, Bromberg
- Wundheilend, entzündungshemmend & hautpflegend
- Naturpur – ohne ätherische Öle, ohne synthetische Zusatzstoffe
- Nur aus Johanniskrautblüten – höchste Wirkstoffkonzentration
Hinweis: Johanniskrautöl kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Nach der Anwendung Haut nicht direktem Sonnenlicht aussetzen.
INCI:
Ingredients: Olea Europaea Fruit Oil, Hypericum Perforatum Flower Extract, Cera Alba
Häufige Fragen zum Johanniskraut Balsam
Macht Johanniskrautöl die Haut wirklich lichtempfindlich?
Diese Sorge ist weit verbreitet, aber differenzierter zu betrachten als oft angenommen. Die photosensibilisierende Wirkung von Johanniskraut ist vor allem bei innerlicher Einnahme in hoher Dosierung (z.B. bei Johanniskraut-Tabletten) relevant. Bei äußerlicher Anwendung auf intakter Haut, wie bei unserem Balsam, ist das Risiko deutlich geringer. Aktuelle Studien fanden bei äußerlicher Anwendung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Lichtempfindlichkeit. Trotzdem empfehlen wir aus Vorsicht: bevorzugt abends anwenden und nach der Anwendung intensive, direkte Sonneneinstrahlung der behandelten Stelle für einige Stunden vermeiden.
Warum ist das Öl rot?
Die charakteristische rote Farbe entsteht durch den Wirkstoff Hypericin, der sich während der Mazeration aus den Johanniskrautblüten löst. Hypericin ist verantwortlich für die wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften des Balsams – je intensiver die Rotfärbung, desto höher in der Regel die Wirkstoffkonzentration.
Kann ich den Balsam bei Narben verwenden?
Ja – Johanniskrautöl wird traditionell zur unterstützenden Pflege bei der Narbenreifung eingesetzt. Die enthaltenen Wirkstoffe fördern die Regeneration der Hautzellen. Bei frischen, noch offenen Wunden sollte zuerst die Wundheilung abgeschlossen sein, bevor mit der Narbenpflege begonnen wird.
Darf ich den Balsam in der Schwangerschaft verwenden?
Zur äußerlichen, punktuellen Anwendung auf intakter Haut gilt Johanniskrautöl allgemein als gut verträglich, auch wenn keine umfassende Studienlage für Schwangerschaft und Stillzeit vorliegt. Bei Unsicherheit empfehlen wir, vor der Anwendung mit eurer Ärztin, Hebamme oder Apotheke Rücksprache zu halten.
Wofür wird der Balsam am häufigsten verwendet?
Am häufigsten für Muskelverspannungen, kleine Wunden, Narben und gereizte Hautstellen. Die wärmende, schmerzlindernde Wirkung macht ihn besonders beliebt als Einreibung nach Sport oder bei Rückenschmerzen.